Diagnostische Endoskopie - Oberer Magen-Darm-Trakt


Speiseröhre

Die Speiseröhre dient dem Transport von kleineren Speiseportionen in Form von Schlucken von der Mundhöhle zum Magen. Meist findet die endoskopische Inspektion der Speiseröhre im Rahmen einer Magenspiegelung (Ösophagogastroduodenoskopie) statt. Anlass für die Untersuchung (Indikationen Speiseröhre) können u.a. Schluckstörungen oder Sodbrennen sein. Unter direkter Sicht ist es dem Untersucher dabei sehr gut möglich, Ursachen für z.B. Sodbrennen zu erkennen. Auch eine Entnahme von Gewebeproben (Biopsien) für eine anschließende mikroskopische Auswertung erfolgt dann unter direkter Sicht. Die Entnahme von Gewebeproben ist übrigens schmerzlos.


Übergang zwischen Speiseröhre und Magen Übergang zwischen Speiseröhre und Magen
mit scharfer Trennlinie (Z-Linie) zwischen den verschiedenen Gewebearten

(Plattenepithel - Zylinderepithel)

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Die endoskopische Untersuchung des Magens

Im Magen wird die aufgenommene Nahrung mit Säure vermischt und angedaut, sowie portionsweise an den Zwölffingerdarm zur weiteren Aufnahme der Nährstoffe abgegeben.
Die endoskopische Untersuchung des Magens gibt besonders Aufschlüsse über entzündliche Veränderungen der Schleimhaut (Gastritis) bis hin zu Geschwürsleiden (Magenulcera). Durch die Entnahmemöglichkeit von Gewebeproben für die anschließende mikroskopische Untersuchung können auch Infektionen der Magenschleimhaut, z.B. mit Helicobakter pylori, nachgewiesen werden.
Notfallsituationen wie Blutungen oder verschluckte Fremdkörper können unter direkter Sicht eingeschätzt und therapiert werden.



Die endoskopische Untersuchung des Zwölffingerdarms (Duodenum)

Im Zwölffingerdarm beginnt die Aufnahme der in der Nahrung enthaltenen und für den Körper wichtigen Nährstoffe und Mineralien über die Zotten des Dünndarmes. Auch der Zwölffingerdarm kann über den Magen im Rahmen einer Magenspiegelung unter direkter Sicht erreicht und endoskopisch eingesehen werden.
Schäden der Schleimhaut, wie sie z.B. nach der Einnahme von bestimmten Schmerzmitteln auftreten können, oder größere Schleimhautdefekte wie Zwölffingerdarmgeschwüre sind so sehr treffsicher zu diagnostizieren.
Auch Veränderungen, die vorwiegend mikroskopisch festgestellt werden, wie z.B. eine Verminderung der Höhe der Darmzotten bei einer Sprue oder eine Infektion des Dünndarmes mit Bakterien, können nach einer Entnahme von Gewebeproben aus dem Bereich des Zwölffingerdarmes sehr exakt festgestellt werden.



Die endoskopische Untersuchung des oberen Dünndarmes (Jejunum)

Bei besonderen Fragestellungen wie einer vermuteten Störung in der normalen Aufnahme der Nährstoffe und Mineralien aus der Nahrung kann es erforderlich sein, auch tiefer gelegene Dünndarmabschnitte als den Zwölffingerdarm endoskopisch zu untersuchen. Dies gelingt bis etwa 40 bis 50 cm hinter dem Magenausgang unter direkter Sicht mit besonderen Endoskopen. Das Ziel einer solchen Untersuchung ist meist die Entnahme von Gewebeproben aus diesem Dünndarmabschnitt, um bei der späteren mikroskopischen Betrachtung der Schleimhautteilchen genauere Aufschlüsse über die vermutete Erkrankung zu erhalten.



Transnasale Gastroskopie

Aktuell halten wir bei der Magenspiegelung auch die transnasale Gastroskopie für Sie bereit. Dabei wird ein besonders dünnes (Außendurchmesser 5 mm) und weiches Endoskop sehr schonend nach Verabreichung einer Lokalanästhesie durch die Nase in den Rachenraum eingeführt. Die Magenspiegelung und die Entnahme von Gewebeproben erfolgt dann wie gewohnt.

Transnasale Gastroskopie Transnasale Gastroskopie

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Die transnasale Route wird besonders in Ländern gewählt, in denen für die diagnostische Magenspiegelung nur selten eine Sedierung verabreicht wird und erfreut sich bei den Patienten einer zunehmend großen Beliebtheit.

Bei einem Interesse an dieser Technik bei der für Sie geplanten Untersuchung sprechen Sie uns bitte an!

Letzte Aktualisierung: 19.09.2011